Katze zu dick? Mit diesen 3 Methoden erkennst du, ob diene Katze übergewichtig ist!

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Ist meine Katze zu dick? So erkennst du Übergewicht

Starten wir direkt mit den harten Fakten: Jede zweite Katze ist heutzutage zu dick. Mittlerweile sind so viele Katzen zu dick, dass wir Übergewicht schon fast als „normal“ ansehen.

Wahrscheinlich hast du dich gerade gefragt, ob das auch für deine Fellnase gilt – oder hast deine Katze vielleicht sogar gewogen. Wenn du dir Sorgen machst, ob deine Katze nicht nur besonders flauschig ist, sondern tatsächlich zu dick ist, ist das genau der richtige Artikel für dich.

Ich zeige dir 3 einfache Methoden mit denen du erkennen kannst, ob deine Katze wirklich übergewichtig ist und falls das der Fall ist, gebe ich dir natürlich auch noch 6 Tipps, wie du deiner Katze helfen kannst abzunehmen.

Aber eins nach dem anderen. Sichere Anzeichen dafür, dass deine Katze zu dick ist:

  • Deine Katze kann sich nicht mehr putzen
  • Deine Katze passt nicht mehr durch eine Katzenklappe
  • Der Körper deiner Katze sieht von oben aus wie ein Ei
  • Die Rippen lassen sich nicht mehr fühlen
  • Dein Tierarzt sagt, dass deine Katze zu dick ist

Drei Methoden, um Übergewicht bei Katzen zu erkennen

Methode 1: Das Gewicht deiner Katze: Was ist normal?

Auf die Frage, was Normalgewicht bei einer Katze ist, gibt es keine eindeutige Antwort. Es kommt immer auf die Rasse, das Geschlecht, die Größe und das Alter deiner Katze an. Es gibt eine Studie von Kienzle und Moik aus dem Jahr 2011, die sich genau mit dieser Frage beschäftigt. Um herauszufinden, was „Normalgewicht“ für Katzen bedeutet, haben die Forscher insgesamt 614 Katzen mit idealer Körperstatur gewogen. Dabei kamen folgende Durchschnittszahlen für das Idealgewicht unterschiedlicher Rassen heraus.

Idealgewicht – so viel sollte deine Katze wiegen

Eine europäische Kurzhaarkatze sollte im Durchschnitt 3,4 kg wiegen. Ein Kater darf etwa 4,3 kg auf die Waage bringen. Die Zahlen variieren, wenn es um andere Rassen geht. Nehmen wir beispielsweise Maine Coon Katzen – hier sprechen wir von durchschnittlich 4,8 kg für eine Katze und 6,1 kg für einen Kater.

RasseIdealgewicht weiblichIdealgewicht männlich
Europäisch Kurzhaar3,4 kg4,3 kg
Abessiner2,8 kg4,1 kg
Siamese2,9 kg3,4 kg
Perser3,1 kg4,1 kg
Heilige Birma3,5 kg4,3 kg
Britisch Kurzhaar3,6 kg5,1 kg
Norwegische Waldkatze3,9 kg5,1 kg
Maine Coon4,8 kg6,1 kg
Tabelle: Idealgewicht Katzen nach Rasse (aus Kienzle and Moik, 2011)

Ab wann ist es zu viel?

Ein paar 100g mehr oder weniger als die Idealwerte sind ganz normal und du musst dir keine Sorgen machen. Solange sich deine Katze wohl fühlt und gesund ist, ist alles in Ordnung. Wenn das Gewicht aber um mehr als 20-30% über dem Idealgewicht liegt, solltest du jedoch genauer hinzusehen.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung

Angenommen, du hast einen europäisch Kurzhaar Kater. Laut Idealgewicht sollte er 4,3 kg wiegen.

Als erstes müssen wir nun unseren Beispielkater wiegen. Falls du nicht weißt wie du deine Katze wiegen sollst, schau dir diesen Artikel an Wie wiege ich meine Katze.

Wir wiegen also unseren Kater und stellen erschrocken fest, dass die Waage definitiv mehr als 4,3 kg anzeigt. Aber keine Panik: Bis 5,16 kg (20% über Idealgewicht) ist das Gewicht in Ordnung. Wir sollten aber beobachten, dass unser Kater nicht noch kräftiger wird.

Wenn die Waage 5,6kg (30% über Idealgewicht) oder mehr anzeigt – nun ja, dann hat unser Kater wahrscheinlich etwas zu viel auf den Rippen. Es sei denn, du hast einen ungewöhnlich großen Kater. Hier kommt der Body Condition Score (BCS) ins Spiel.

Methode 2: Body Condition Score für Katzen

Du hast deine Katze zwar gewogen, bist dir aber immer noch nicht sicher, ob sie übergewichtig ist?

Das ist völlig verständlich, denn es kommt auch auf individuelle Faktoren an – wie beispielsweise die Größe und das Alter deiner Katze. Glücklicherweise berücksichtigt der Body Condition Score diese Faktoren.

Was ist der Body Condition Score (BCS) für Katzen?

Der Body Condition Score (BCS) ist eine Methode, um den Ernährungszustand einer Katze zu bewerten. Bei der Bewertung achtet man darauf, ob die Rippen sichtbar oder fühlbar sind und ob die Taille erkennbar ist, wenn man die Katze von oben betrachtet. Dabei kommt eine Skala von 1 bis 9 raus. Ein BCS von 4 oder 5 gilt als ideal, während Werte unter 3 oder über 7 auf Unter- bzw. Übergewicht hinweisen.

Body Condition Score bei Katzen

Wie erkenne ich den Body Condition Score einer Katze?

Um den Body Condition Score (BCS) deiner Katze zu erkennen, gehst du wie folgt vor:

  1. Fühle die Rippen deiner Katze: Streiche sanft über die Seiten deiner Katze. Kannst du die Rippen fühlen, ohne sie zu sehen? Wenn ja, wie leicht oder schwer sind sie zu spüren?
  2. Betrachte die Taille deiner Katze: Stell dich über deine Katze und betrachte sie von oben. Gibt es eine deutliche Einbuchtung hinter den Rippen, die eine Taille bildet? Oder erscheint die Taille eher flach oder gar nicht erkennbar?
  3. Vergleiche mit der BCS-Skala: Basierend auf deinen Beobachtungen und dem BCS-Schema oben, ordne den Zustand deiner Katze auf einer Skala von 1 bis 9 ein. Beachte dabei die Beschreibungen für jeden BCS-Wert und wähle denjenigen aus, der am besten zu deiner Katze passt.

In diesem Video kannst du super sehen, wie du den Body Condition Score deiner Katze einschätzen kannst:

Methode 3: Body Mass Index für Katzen

Solltest du deiner eigenen Einschätzung aus dem Body Condition Score nicht ganz trauen, ist der Body Mass Index (BMI) für Katzen etwas für dich. Der BMI bietet eine objektive Messung, die nicht von unserer subjektiven Einschätzungen abhängt, sondern von den Maßen deiner Katze.

Was ist der Body Mass Index für Katzen?

Der BMI für Katzen, auch als Feline Body Mass Index bekannt, ist ein Maß dafür, wie viel Körperfett eine Katze im Verhältnis zu ihrer Größe hat. Er basiert auf dem Verhältnis von Brustumfang zu Unterschenkellänge und wird verwendet, um den prozentualen Körperfettanteil zu schätzen.

Wie wir der Body Mass Index berechnet?

Um den BMI für Katzen zu berechnen, werden der Brustumfang und die Länge des Unterschenkels gemessen. Diese Messungen werden dann in eine Formel eingesetzt, um den prozentualen Körperfettanteil zu bestimmen. Die Formel lautet: Percentage body fat = (((Brustumfang / 0,7062) – Länge des Unterschenkels) / 0,9156) – Länge des Unterschenkels.

Falls du es nicht händisch ausrechnen möchtest, kann ich diesen Katzen-BMI-Rechner empfehlen: https://www.rechnerabisz.de/sonstiges/tiere/katzen-bmi-rechner/

Wie misst man ?

Um Brustumfang und Länge des Unterschenkels zu messen, benötigst du zunächst ein Maßband. Wenn deine Katze steht, kannst du damit beginnen den Brustumfang zu messen. Leg das Maßband vorne um den Brustkorb nah an den Vorderbeinen, circa auf Höhe der 9. Rippe. Bei Langhaarkatzen kannst du 3cm von dem Ergebnis abziehen. Anschließend misst du die Länge der Unterschenkel, indem du vom Knie bis zum Knöchel misst.

Hier ein Bild zur Erklärung, wo du messen musst:

Bewertung des Body Mass Index für Katzen

Nachdem du die Messungen durchgeführt hast, kannst du den BMI deiner Katze berechnen. Katzen gelten als normalgewichtig, wenn ihr Körperfettanteil zwischen 10% und 30% liegt. Werte unter 10% deuten auf Untergewicht hin, während Werte über 30% auf Übergewicht hinweisen.

6 Abnehm-Tipps für deine Katze

Hast du mit den Methoden festgestellt, dass deine Katze zu dick ist? Erst einmal: Mach dir keine Vorwürfe, das kann passieren. Die Fütterungsempfehlungen sind oft sehr undurchsichtig und das Gewicht steigt langsam, sodass man es oft gar nicht bemerkt bis es zu spät ist.

Das Gute ist, dass du jetzt Bescheid weißt, und das ist der erste Schritt. Wichtig ist aber: Übergewicht bei Katze ist nicht zu unterschätzen und hat viele negative Folgen, die den meisten gar nicht bewusst sind. Deine Katze und ihre Gesundheit wird es dir danken, wenn du dieses Thema ernst nimmst.

Hier kommen meine 6 besten Tipps, was du tun kannst, wenn du bemerkt hast, dass deine Katze zu dick ist:

1. Informiere dich über die Folgen von Übergewicht

Auch mir waren die Folgen früher nicht bekannt, aber seitdem ich mir das genau angeschaut habe und auch schon erste Anzeichen bei meiner Katze festgestellt habe, nehme ich das Ganze sehr viel ernster. Denn Ich möchte, dass meine Katze noch möglichst lange bei mir bleibt und das am besten gesund und mit viel Lebensfreude. Hier findest du meinen Artikel zu den Folgen von Übergewicht bei Katzen: Wie schlimm ist Übergewicht eigentlich für Katzen? Die Risiken und Folgen

2. Beim Tierarzt andere gesundheitliche Probleme prüfen

Nachdem du dich nun informiert hast und eventuell erste gesundheitliche Anzeichen festgestellt hast, ist der nächste Schritt ein Besuch beim Tierarzt. Es ist wichtig mögliche Gesundheitsprobleme auszuschließen bzw. zu behandeln und mit professioneller Hilfe einen Plan für unsere Katzen zu erstellen.

3. Diätfutter wählen

Schau dich nach hochwertigem Diätfutter um, das speziell für die Gewichtsabnahme bei Katzen entwickelt wurde. Hier sind zwei gute Futtersorten: Royal Canin Satiety* und Hill’s Metabolic*. Die Futterzusammensetzung ist hier so ausgelegt, dass das Futter möglichst kalorienarm ist und trotzdem für eine Sättigung sorgt. Ich selbst habe mit diesen zwei Futtersorten sehr gute Erfahrungen gemacht, als ich meinen Kater Bambi auf Diät gesetzt habe.

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4. Realistische Ziele setzen

Erwarte jetzt kein Wunder innerhalb der nächsten Woche, bis deine Katze wieder ihr Idealgewicht erreicht kann und sollte es etwas dauern. Zu schnelles Abnehmen ist nicht gesund für Katzen. Nimm dir als Ziel einen Gewichtsverlust von 1-2% des Körpergewichts deiner Katze pro Woche. Das sind bei einer Katze die 6kg wiegt, ca. 60-maximal 120g pro Woche, die sie verlieren soll.

5. Bewegung erhöht den Kalorienumsatz

Eine weitere Möglichkeit um deine Katze zum Abnehmen zu bringen ist Bewegung. Spiel mit ihr, z.B. mit einer langen Katzenangel (meine Katzen lieben diese ausziehbare Katzenangel* mit den Würmchen) oder einem anderen Spielzeug. Eine weitere tolle Möglichkeit sind Futterspiele, wie z.B. Futter werfen. Manchmal gebe ich meiner Katze ihre Abendportion indem ich die Trockenfutter-Brackies einzeln durch den Raum werfe und meine Katze sie sich holen muss. Das Schöne: Ich kann auf der Couch sitzen bleiben und meiner Katze hilfts und sie hat Spaß!

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6. Durchhalten!

Wie bei den meisten Dingen im Leben, die es wert sind, ist Durchhalten der Schlüssel zum Erfolg. Halte dich an die Fütterungsempfehlungen und widerstehe dem Betteln und den großen Augen. Wiege deine Katze regelmäßig und überprüfe den Fortschritt. Mache dem entsprechend Anpassungen an der Fütterung, wenn nötig. Und verzichte darauf deiner Katze zusätzliche Leckerlies zu geben und ja auch wenn sie ganz lieb guckt (ich kenne das).

Ich hoffe diese Tipps und Methoden konnten dir helfen. Damit hilfst du deiner Katze auf jeden Fall auf gesunde Weise Gewicht zu verlieren und auch hoffentlich langes und erfülltes Leben zu führen. Ich wünsche dir viel Erfolg 🙂

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Über die Autorin

Tina Jäger ist Katzenverhaltensberaterin (ATN) und die Gründerin von Typisch Katze.

Sie hilft dir dabei, deine Katzen besser zu verstehen und individuelle Lösungen für die Verhaltensprobleme deiner Katzen zu finden.

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