So funktioniert der Clicker

Inhalt: So funktioniert der Clicker

So funktioniert der Clicker

Warum einen Clicker benutzen?

Die Theorie im Training ist einfach: Wollen wir ein Verhalten belohnen, sollte der Handlung möglichst schnell (1-2 Sekunden) ein Verstärker bzw. ein Leckerli folgen.

In der Praxis ist das jedoch nicht so einfach: Stell dir vor, du möchtest deiner Katze beibringen, dass sie zu dir kommt. Deine Katze kommt also angelaufen, du freust dich und möchtest das natürlich belohnen. Dafür gehst du in die Küche zu deinem Schrank (in dem das Futter ist) und holst einen Leckerbissen heraus. Derweil springt deine Katze zu dir auf die Anrichte und bekommt dort das Leckerli. Doch was hast du jetzt wirklich in diesem Moment verstärkt? 

Das Springen auf die Anrichte! Es zählt immer die Handlung der letzten paar Sekunden, anders kann die Katze das gar nicht verknüpfen. In Zukunft wird deine Katze also immer gerne, wenn du den Futterschrank öffnest auf die Anrichte springen, aber dass sie auf den Ruf ihres Namens hin kommen soll hat sie nicht verstanden.

Wollen wir ein Verhalten belohnen, muss der richtigen Handlung möglichst schnell (1-2 Sekunden) ein Verstärker bzw. ein Leckerli folgen.

Wichtig ist also das richtige Timing! Ein gutes Timing hat man, wenn man die Katze im exakt richtigen Moment belohnt. Also zum Beispiel genau in dem Moment in dem sie auf uns zuläuft, gibt es das Leckerchen oder genau in dem Monat in dem sie Sitz macht. 

Bei manchen Tricks funktioniert das sehr gut, wenn wir die Leckerchen schon zur Hand haben. Bei anderen Tricks, wenn die Katze das Verhalten nur ganz kurz zeigt, funktioniert das direkte Leckerchen nicht.  Der Clicker hilft uns da weiter, indem wir ihn uns als sogenannten sekundären Verstärker nutzen. 

Was ist ein sekundärer Verstärker?

Während der primäre Verstärker ein Leckerchen ist, bedeutet der sekundäre Verstärker die Ankündigung, dass der primäre Verstärker unterwegs ist. Das klingt jetzt sehr kompliziert und theoretisch, ist aber im Prinzip ganz einfach. Das ist so ähnlich wie, wenn man ruft „Essen ist fertig“ und dann hat der andere die Erwartung, dass jetzt Essen auf dem Tisch steht. 

Nur kann unsere Katze unsere Sprache nicht verstehen. Deswegen müssen wir diese Leckerli-Erwartung erst ankonditionieren.

Der Clicker in der Praxis

Haben wir den Clicker unserer Katze antrainiert, können wir ihn nun nutzen um unserer Katze im richtigen Moment zu sagen, dass sie etwas richtig gemacht hat. 

Um auf das Beispiel von oben zurückzukommen, können wir unsere Katze jetzt in dem Moment, in dem sie auf uns zuläuft clicken und erst dann schnell das Leckerchen hervorholen. So versteht unsere Katze, dass sie für das Herkommen belohnt wurde und nicht für das in die Küche gehen. Der Clicker verschafft uns etwas Zeit, um den primären Verstärker das Leckerli herauszuholen. 

Der Clicker: Konditionierung

Wir trainieren nichts anderes, als dass auf den Click ein Leckerli folgt. Click = gleich gibts Belohnung. Man nennt das folgende Prinzip auch „klassische Konditionierung“. Konditionieren bedeutet nichts anders als Lernen. Dies geht auf Pawlow zurück, der im Jahre einen Versuch mit einem Hund und einer Glocke gemacht hat. Jedes Mal wenn er die Glocke geläutet hat, gab er dem Hund danch Futter. Währenddessen maß er, wieviel der Hund speichelte. Dies ist ein automatischer Prozess, den der Körper einleitet, wenn er gleich etwas zu essen bekommt um es besser verdauen zu können. Nach mehreren Malen, läutete er die Glocke ohne dass es Futter gab. Und siehe da, der Hund speichelte trotzdem! Er hat also gelernt, dass Glocke läuten Futter bedeutet und dementsprechend mit einer freudigen Erwartungshaltung reagiert.

So kannst du deine Katze auf den Clicker konditionieren:

Du weißt, dass die Konditionierung abgeschlossen ist, wenn du während deine Katze wegschaut, clickst und sie sich dann erwartungsvoll umschaut, wo ihr Leckerchen ist. 

Wissenswertes zur Konditionierung bei Katzen:

Kann man eine Katze auch ohne Clicker trainieren?

Ja, das ist möglich. Einige Übungen lassen sich auch ganz leicht ohne Clicker beibringen, wie z.B. Pfote geben oder einen Warteplatz. Andere Tricks wie z.B. dem Targetstab folgen oder Männchen machen lassen sich nur mit einem guten Timing trainieren. 

Diese Tricks kannst du deiner Katze ohne Clicker beibringen:

Diese Tricks kannst du deiner Katze mit Clicker beibringen: 

Die Auwahl des Clickers

Nicht jeder Clicker ist gleich! Deswegen lohnt es sich, sich die Einzelheiten etwas genauer anzuschauen. Es gibt Clicker mit einem Targetstab, es gibt welche mit Metallclip, welche die lauter und leiser klingen und mit verschiedenen Trage- bzw. Halterungsmöglichkeiten. Gerade letzteres ist für die Praktibilität unser tägliches Training sehr wichtig.

Darauf kommt es bei der Auswahl an:

Fazit

Mit dem Clicker kannst du deiner Katze präziser kommunizieren, wann sie etwas im Training richtig gemacht hat. Er verschafft uns außerdem ein bisschen Zeit, bis wir das Leckerchen geben können. Der Clicker hat viele Vorteile und mit der richtigen Auswahl, hast du mit deiner Katze sicher viel Spaß beim Trainieren.

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Über die Autorin

Tina Jäger ist Katzenverhaltensberaterin (ATN) und die Gründerin von Typisch Katze.

Sie hilft dir dabei, deine Katzen besser zu verstehen und individuelle Lösungen für die Verhaltensprobleme deiner Katzen zu finden.

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